Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die erste Wahl, wenn es um die finanzielle Absicherung einer Berufsunfähigkeit geht. Nur hier erhalten Versicherte eine monatliche Rente, wenn sie nicht mehr zu mindestens 50 Prozent in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten können. Zudem gibt es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit guten Bedingungen keine Verweisung auf eine anderweitige Tätigkeit. Allerdings hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch ihren Preis. Wer sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht leisten kann oder wenn der Antrag aufgrund von Vorerkrankungen oder eines gefährlichen Berufs abgelehnt gibt es noch verschiedene Alternativen zur BU.

Alternativen zur BU – Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Von allen Alternativen zur BU ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung dem Schutz gegen eine Berufsunfähigkeit am ähnlichsten. Der Versicherte erhält auch hier im Leistungsfall eine monatliche Rente. Allerdings besteht erst dann ein Anspruch, wenn der Versicherungsnehmer nahezu überhaupt nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten. Bei den meisten Versicherern ist dies bei einer allgemeinen Arbeitsfähigkeit von weniger als drei Stunden pro Tag der Fall. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist im Vergleich zu einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit deutlich günstiger. Zudem kann diese auch von Personen mit sehr gefährlichen Berufen ober bestimmten Vorerkrankungen abgeschlossen werden, die keinen Zugang für eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten. Da sich sowohl die Prämien wie auch die angebotenen Leistungen zwischen den einzelnen Versicherungen zum Teil deutlich unterscheiden, empfehlt sich vor dem Abschluss ein unabhängiger Vergleich.

Die Dread Disease oder Schwere Krankheiten Versicherung

Zu den weiteren Alternativen zur BU ist die Dread Disease Versicherung. Nachdem diese in den USA bereits seit vielen Jahren zur privaten Risikovorsorge gehört, bieten nun auch in Deutschland immer mehr Assekuranzen solche Policen an. Einige Versicherungen bieten die Policen auch unter der Bezeichnung “Schwere-Krankheiten-Versicherung” an. Der Versicherungsnehmer kann sich durch den Abschluss einer solchen Versicherung gegen die finanziellen Folgen einer schweren Krankheit absichern. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung spielt es dabei keine Rolle ober der Versicherungsnehmer nach der Krankheit wieder arbeiten kann. Wird eine in den Vertragsbedingungen aufgeführte Krankheit diagnostiziert, erhält der Versicherte den beim Abschluss vereinbarten Geldbetrag ausgezahlt. Zu den versicherbaren Krankheiten gehören unter anderem ein Verlust der Sprache oder des Hörvermögens, eine Krebserkrankung, Multiple Sklerose, der Verlust von Gliedmaßen oder einer Herzerkrankung. Welche Krankheiten abgesichert werden können, hängt immer vom jeweiligen Anbieter ab.

Zu den interessanten Alternativen zur BU gehört die Dread-Disease-Versicherung, da die Diagnose eines Arztes bereits für einen Leistungsanspruch ausreicht. Zudem kann im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung noch ein zusätzlicher Hinterbliebenenschutz vereinbart werden. Nicht versichert sind dagegen psychische Erkrankungen, die mittlerweile zu den Hauptursachen für eine Berufsunfähigkeit gehören. Deshalb gehört die Dread-Desease-Versicherung nur zu den eingeschränkten Alternativen zur BU.

Die Grundfähigkeitsversicherung

Ebenfalls zu den Alternativen zur BU gehört die Grundfähigkeitsversicherung. Diese tritt immer dann ein, wenn der Versicherte aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls eine der wichtigen Grundfähigkeiten verliert. Hierzu gehört unter anderem das Sprechen, Sehen, Hören oder Gehen. Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung erhält der Versicherte im Leistungsfall eine monatliche Rente. Der Grund des Verlusts spielt dabei keine Rolle. Unerheblich ist zudem ob der Versicherungsnehmer weiterhin arbeiten kann oder nicht. Die genauen Kriterien für die Rentenzahlung sind im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung strenger und können sich je nach Anbieter unterscheiden. Voraussetzung ist zumeist, dass der Versicherte die verlorenen Fähigkeiten für mindestens ein Jahr nahezu vollständig einbüßt. Die Grundfähigkeitsversicherung gehört aus diesem >Grund zu den eingeschränkten Alternativen zur BU.

Die private Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung sollte nur in Ausnahmefällen zu den Alternativen zur BU gehören. Denn nur in den seltensten Fällen ist eine Berufsunfähigkeit die Folge eines Unfalls. Viel häufiger sind Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates oder psychische Erkrankungen. Die Unfallversicherung erbringt immer dann eine Leistung, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt ist. Die Höhe der Zahlung richtet sich dabei nach dem Grad der Beeinträchtigung.